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Stativ-Vergleich: Vanguard Alta Pro 263 AGH gegen Rollei C5i gegen Billigstativ

Bisher hatte ich ein No-Name Billigstativ (bei Amazon unter 25 Euro). Um es gleich vorweg zu sagen: Besser Du hast ein billiges Stativ als gar kein Stativ. Aber natürlich darf man von so einem Produkt nicht viel erwarten. Es ist sehr leicht und das ist auch sein großer Nachteil, weil es dadurch auch instabil wirkt und schnell ins Vibrieren gerät, vor allem, wenn man den Mittelmast ganz ausfährt.

Das Stativ ist aus Aluminium und viel Plastik. Die Verarbeitung ist für den Preis durchaus überaschend gut und wie gesagt, ist das allemal besser als kein Stativ. Aber wenn man auch nur ein bisschen höhere Ansprüche hat, dann muss man eben auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Dafür bekommt man dann auch ein hochwertiges und top verarbeitetes Stativ mit dem man sicher Jahrelang gut klar kommt.

In meinem Fall habe ich zwei weitere Stative getestet, die beide professionellen Ansprüchen genügen aber durchaus recht verschieden sind (auch preislich).

Das Vanguard Alta Pro 263 AGH mit Pistolengriff ist ein wirklich sehr robustes und hochwertiges Stativ das sehr individuell verstellbar ist und dabei nichts an Stabilität zu wünschen offen lässt. Ob man den Pistolengriff braucht oder nicht ist sicher auch Geschmackssache. Ich persönlich brauche ihn nicht, weil er mir zu Transport zu sperrig ist. Das Stativ ist ohnehin kein Leichtgewicht und hat auch ein nicht ganz geringes Packmaß. Am Foto-Rucksack kann man es aber trotzdem noch gut transportieren. Wer keinen Pistolengriff will, der bekommt das Vanguard Alta Pro auch mit normalem Kugelkopf.

Was mir sehr gut gefällt ist der schwenkbare Arm, der wie ein Ausleger seitlich umgelegt werden kann. Das gibt dem Stativ gerade für die Landschaftsfotografie oder Macro-Aufnahmen noch mehr Flexibilität.

Durch die relativ weit ausladenden Beine steht das Stativ eigentlich immer bombenfest, wozu auch die herausdrehbaren Spikes beitragen. Der Nachteil davon zeigt sich allerdings dann, wenn man  – wie ich – ein eher kleines Studio hat. Dann brauchen die Beine einfach sehr viel Platz, den ich im Moment ganz einfach nicht habe. Die Strecke zwischen zwei Beinen beträgt beim Vaguard Alta Pro rund 115 cm wogegen es beim Rollei C51 nur gut 85 cm sind.

Und damit kommen wir auch gleich zum nächsten Kandidaten. Das Rollei C51 ist ein deutlich kompakteres Stativ, das auch mit wenigen Handgriffen zum Einbeinstativ umgebaut werden kann. Diese Funktion und sein generell schon geringes Packmaß macht es nicht nur zu einem guten Allround-Stativ sondern auch für Wandertouren tauglich. Die Carbon-Variante ist vermutlich noch mal handlicher (habe ich nicht getestet) aber auch etwa doppelt so teuer.

Insgesamt macht das Rollei einen stabilen und hochwertigen Eindruck. Plastik sucht man hier vergeblich. Alles ist griffig und robust verarbeitet. Bei mir kommt es in erster Linie im beengten Studio zum Einsatz und dort braucht es deutlich weniger Platz als das Vaguard Stativ. Die Beine lassen sich in drei festen Winkeln abspreizen und ermöglichen im Zusammenspiel mit dem teilbaren Mast eine sehr niedrige Platzierung der Kamera über dem Boden (ca 20 cm bis Oberkante Befestigungsplatte). Noch weiter an den Boden kommt man, indem man den Mast verkehrt herum montiert. Dann liegt sie Kamera im Grunde kopfüber direkt auf dem Boden. Niedriger geht also nicht mehr.

Das Rollei kostet mit etwas über 100 Euro etwas mehr als die Hälfte des Vanguard Alta Pro. Der Preisunterschied und die kompakteren Maße haben mich dazu gebracht, mich letztlich für das Rollei C5i zu entscheiden.

Wer ein dem Rollei C5i sehr ähnliches Stativ zu einem noch güstigeren Preis sucht, sollte mal einen Blick auf das Bonfoto B671A werfen. Mit knapp 70 Euro ist es noch mal deutlich günstiger als das Rollei C5i, aber es hat auch einige Plastikteile (wenn auch hochwertige).

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